Verschiedenes

Krippe im orientalischen Stil (1992-2009)

Die Figuren aus geschnitzter Kiefer sind einer neobarocken Krippe nachempfunden. Als Dauerkrippen eingestuft, waren diese typischen Kirchenkrippen (sehr eindrucksvoll durch ihre Größe) das ganze Jahr hindurch in den sakralen Stätten ausgestellt.   Andréas und Béatrice DEMETZ, Südtirol Hintergrund von den Mitgliedern des belgischen Vereins der Krippenfreunde

Kirchenkrippe aus Gips (Anfang 1900)

Die mit Ölfarbe bemalten Gipsfiguren sind vom Bildhauer Gottfried Anfang aus Willwerath/Prüm etwa 1993 restauriert worden. Dieses vollständige Ensemble (mit Ausnahme des Jesuskindes) ist vom Stil Saint-Sulpicien, benannt nach einer Pariser Pfarrgemeinde, in deren Umgebung sich etwa 1850 die Händler mit religiösen Artikeln verstärkt niedergelassen haben. Es ist ein Werk französischen Ursprungs mit unterschiedlichen Einflüssen, insbesondere von toskanischen Figurengestaltern, die ihre weltlichen, mythologischen und religiösen Statuen in der ganzen Welt verbreitet haben.

Zu Beginn des XX. Jahrhunderts war es schwierig, den genauen Ursprung dieser Kreationen festzustellen, da es keine gesetzlichen Regelungen der Autorenrechte gab. Außerdem ist der Stil der Figuren nicht festgelegt, vielleicht, weil man eine universale Einstellung der Kirche erreichen wollte? Die Ikonographie von Maria und Joseph ist von der klassischen Kunst inspiriert, Gewänder und Putz der Weisen entsprechen dem Mittelalter und die Hirten tragen je nach den Serien Schaffelle, antike Gewänder oder die Trachten italienischer Bauern. Frei von jedweden anekdotischen Attributen und beschränkt auf die Akteure gemäß den Evangelien, ist diese Krippe vor allem ein Bild der Anbetung.

Atelier DELIN, Paris

Christus König

1925 führt Papst Pius XI das Fest des “Christus-Königs” ein, um gegen den Atheismus vorzugehen und die Unabhängigkeit des Christus von den Menschen und Institutionen zu festigen. Seit den 1930er Jahren (Zeit zwischen den beiden Weltkriegen) findet man viele Christus-Darstellungen, die auf das Königtum des Friedensfürsten hinweisen.

Skulptur aus gebeiztem Holz, 212 cm. Deutschland

Die Heiligen drei Könige (1989)

Die Kostüme sind ausgeführt von Suz, Lüttich (B), 2000. Sie sind inspiriert von der flämischen Malerei, insbesondere von einem Bild von J. Bosch.

Andreas und Beatrice DEMETZ, Südtirol

Schweizerische Krippe "Geburt Christi" (1999)

Das kleine Städtchen Brienz im Kanton Bern ist ein wichtiges Zentrum der Krippenfertigung in der Schweiz. Etwa 1915-1920 hat der Bildhauer Hans HUGGLER-WYSS (1877-1947) nach einer soliden Ausbildung an der Akademie der Schönen Künste in München mit der Herstellung von Krippenfiguren begonnen. Sein sehr klarer und auf Erneuerung bedachter Stil entspricht einer Vereinfachung der religiösen Kunst, wie sie vom Konzil des Vatikans II vorgeschrieben wurde. Die Krippen von Brienz haben in der ganzen Welt einen guten Ruf.

Figuren aus natürlicher Linde, aus dem Atelier von Hans Huggler-Wyss, Brienz (CH)

Der Hintergrunddekor, mit Acrylfarben auf Leinwand gemalt, stellt den Brienzer See dar, Magdalena SCHOOS, Baselt (D) und Dieter PLEINES, Weinsheim(D), 2000

 

Ehemalige Krippe des Doms Sankt Marien, Erfurt (1900)

Die Figuren sind aus farbigem Holz und bemalt, die Gesichter aus Wachs. Das Wachs ist von den Ordensschwestern häufig für die Herstellung von Krippenfigurinen benutzt worden. Es hat, wie die brennenden Kerzen, eine sakramentale Bedeutung als Opferzeichen.

Congrégation des Sœurs du pauvre Enfant Jésus, Aix-la-Chapelle.

Regionale Trachten von Paula MARXEN 1995.

 

Krippe der Verkündigungskapelle, Banneux (1964)

Die ausgesuchte Ästhetik, die Vereinfachung und Verlängerung der Formen, die Auswahl lebhafter und sich voneinander abhebender Farben zusammen mit den symbolischen Motiven geben diesem Ensemble einen modernen und innovativen Ausdruck, der der vom letzten Konzil befürworteten Tendenz zur Vereinfachung entspricht.

Keramikfiguren der Kunstateliers Saint Laurent nach Entwürfen von Frau RONCARATTI, Lüttich (B)

Der Hintergrunddekor ist 1992 im Museum Ars Krippana ausgeführt worden

Ehemalige Krippe der Pfarrgemeinde der Heiligen Petrus und Paul, Odendorf (D) (1983)

Die Gliedmaßen der Figürchen sind aus gegossenem Harz und bemalt.

Diese Tradition der bekleideten Statuen geht auf die Zeit des Barock zurück. In dieser Epoche wird die Krippe einen richtigen Aufschwung erleben. Sie wird dem Betrachter des Gefühl vermitteln, selbst an dem Ereignis teilzunehmen. Die Tatsache, dass es gelenkige und mit echten Stoffen bekleidete Figuren gibt, trägt dazu bei, dass sich die Authentizität der Szene erhöht.

Figuren nach den Modellen von Gunther PFERDEMENGES, Kevelaer-Winnedonk (D).

Der Stall wurde für die Gemeindemitglieder des Dorfes Höfen (D) geschaffen, wo sich früher das Museum Ars KRIPPANA befand.

Leuchtendes Schwarz (1999)

Dieser Künstler, Jairo MAGALHAES, der vor allem wegen seiner Arbeiten auf der Grundlage von Walbarten bekannt ist, liefert uns hier ein noch ungewöhnlicheres Werk. Die Hand Gottes (in der das Jesuskind ruht) ist aus getrockneten Kuhfladen und bemalt, auf einem Gerüst aus Stroh und Drillich.

Der erläuternde Text in Portugiesisch, inspiriert von der Genesis, ist integrierender Bestandteil des Werkes. Er weist auf das in der Weihnachtsliturgie allgegenwärtige Licht hin und erinnert an den Prolog des Evangeliums des Johannis: “Am Anfang war das Wort ...”

"Am Anfang, als alles dunkel war,

Ließ sich Gott vom Schwarz inspirieren, um das Licht zu schaffen.

Deshalb sind wir alle schwarz

Auf der Suche nach dem Licht."

Jairo MAGALHAES, brasilianischer Künstler mit Wohnsitz in Frankreich

Alte toskanische Krippe (Ende des XIX. Jahrhunderts)

 13 Figuren und 10 Tiere aus Gips, der entsprechend den von den toskanischen Figuristen kolportierten Originalmodellen bemalt wurde. Die Polychromie ist 2004 restauriert worden von Edgar ARENS, Saive (B).

Der Stall kann vollständig abgebaut werden, Toni DANIEL und Michel VINCENT, 2000.

Deutsche Produktion

 

Krippe aus der Eifel

Dekor von Richard JANSEN, Rocherath (B), etwa 1995.

17 Figuren und 24 Tiere aus geschnitztem, bemaltem und vergoldetem Holz.

Firma LEPI, Ortisei (Südtirol), Gegenwart.